Aus gegebenem Anlass - Ein Wunschzettel an meine Generation!

Die Menschen sind schockiert. Die Facebook Seiten quirlen über mit Karikaturen, Kommentaren über die Dummheit der Amerikaner und teils hass- oder angsterfüllten Äußerungen in Richtung Trump. Er hat es also geschafft, dass alle Menschen ihre Energie und Kraft in ihn setzen, über ihn sprechen, sich über ihn ärgern. Aber das ist doch genau das, was wir NICHT wollten. 

 

Schon in der Kampagne bekam Trump von allen Seiten Hetze: "Wählt ihn NICHT!" - "Er soll AUF KEINEN FALL der neue Präsident werden" - "Trump, Trump, Trump!" Doch wie wir es doch schon von vielen D-Promis kennen: Auch schlechte Publicity ist Werbung in eigener Sache, denn man ist Gesprächsthema der Medien.

 

Durch seine polarisierende Art hat er sich in die Köpfe der Menschen gekämpft. Das Gesetz der Anziehung kennt kein "Nicht" oder "Auf keinen Fall", sondern leitet nur die Kernmessage weiter, und das verleiht vor allem eins: MACHT! Schon Mutter Theresa hat einst gesagt: "Ladet mich nicht auf eine Anti-Kriegs-Demo, sondern auf eine Friedens-Demo ein." Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Gedanken mächtiger sind, als wir es uns träumen lassen. 

 

Anstatt nun also diesem Thema noch mehr Energie zu geben, nehme ich dies als Anlass Euch zu erzählen, was ich mir von meiner Generation wünsche. Ich will weder anschwärzen, noch mit dem Finger zeigen, denn auch ich handle nicht immer zu 100% nachhaltig, aber ich versuche bewusster zu leben und mich so zu verhalten, dass wir auch noch etwas von unserer wundervollen Erde haben (so wie wir sie jetzt kennen) wenn wir alt sind (und ich bin mir sicher, wenn wir so weiter machen werden wir die Auswirkungen bitter böse zu spüren bekommen). 

 

Der erste Aspekt ist die Nachhaltigkeit. Schon wieder dieses Wort. Was bedeutet das eigentlich? Für mich bedeutet es, dass ich versuche kleine Schritte in die richtige Richtung zu gehen.

 

  • Mit Blablacar zu fahren anstatt das eigene Auto zu nehmen. Ich habe schon so viele lustige Menschen auf meinen Fahrten durch Deutschland kennengelernt.
  • Beim Obst und Gemüse einfach mal draufgucken, wo es herkommt, denn nein, es ist nicht normal, dass es das ganze Jahr Erdbeeren gibt. Apropos, wer findet noch, dass Tomaten einfach nicht mehr nach Tomaten schmecken? Mehlige, aufgedunsene blassrote Gewächse, die mit der Tomate aus Mamas Garten nicht mehr viel gemeinsam hat. 
  • Obst und Gemüse, das zusätzlich in Plastik verpackt ist liegen lassen und stattdessen das Obst nehmen, was ja eh schon eine natürliche Schale hat. Bio Bananen in Plastik verpackt.....Geht's noch? Sachen einfach so aufs Band legen, ihr wascht es ja eh zuhause nochmal ab (würde ich zumindest schwerstens empfehlen)
  • Wo kommt mein Fleisch her? Wie ist es möglich, dass 500g Hähnchenbrust 2,99€ kosten? Was tue ich meinem Körper damit an? (Du bist, was du isst)
  • Den eigenen Jutebeutel mitnehmen anstatt Plastiktüten zu kaufen (Ein Hoch auf Lidl und Rewe, die die Plastiktüten bereits abgeschafft haben) 
  • Deinen eigenen Kaffeebecher mit in die Mensa oder ins Büro nehmen anstatt in Take-Away Becher mit Plastikdeckeln
  • Secondhandläden und Kleiderkreisel oder Nachkonsum anstatt Primark und Tiger. 
  • Kauft Produkte ohne Palmöl - Tausende Hektar der Regenwälder werden für die Produktion des günstigen Pflanzenöls abgeholzt. Eine anschauliche Liste an Beispielprodukten hier. Im neuen Dokumentarfilm von Leonardo DiCaprio Before the Flood beschäftigt er sich mit dem Klimawandel und erklärt, was wir als Verbrauchen tun können. 

Die Liste könnte noch ewig weiter gehen aber dies sind nur ein paar Beispiele. Ich glaube am wichtigsten ist das Bewusstsein der Menschen. Sich darüber bewusst sein, dass wir nicht ewig hier sein werden, sich darüber bewusst sein, dass es doch etwas bringt wenn jeder Einzelne von uns etwas tut. Ich höre immernoch viel "Was bringt es, wenn nur ich das mache und die großen Firmen nicht?" - Ganz simple Basic Ökonomie: Die Nachfrage beeinflusst das Angebot. Und dass es sehr wohl wichtig ist was jeder Einzelne von uns tut sehen wir ja nun auch am Wahlergebnis der USA. Mit Sicherheit haben viele Menschen gedacht, dass ihre Stimme nicht entscheidend ist, doch genau das IST sie. Genau das ist Demokratie und die sogenannte "Power of the People". 

 

Der zweite Aspekt ist Konsum, was im Prinzip mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Ich habe kürzlich das Buch Das Cafe am Rande der Welt von John Strelecky gelesen. Eine Passage ist mir besonders im Kopf geblieben, und zwar die, in der eine ehemalige Marketingchefin über Werbung und die Konsumgesellschaft spricht. Sie sagt, dass die Werbung uns suggeriert, dass bestimmte Güter und Erlebnisse, die wir von dem Geld kaufen, was wir durch harte Arbeit verdienen, uns glücklicher machen, oder wir uns von genau dieser harten Arbeit wieder entspannen können. Ja, so und nicht anders funktioniert die Wirtschaft aber was wäre wenn wir täglich eine Arbeit machen würden, die uns glücklich macht und von der wir uns nicht erholen müssen?! 

 

Versteht mich nicht falsch ich sage nicht, dass man kein Geld braucht aber ich versuche einfach mal den Fokus zu ändern weil es geht schon lange nicht mehr darum was wir "brauchen". Es geht darum was wir wollen, was wir denken haben zu müssen oder was uns irgendwer vorlebt, dass wir es haben müssten weil es uns ja glücklicher macht. Es tut mir Leid aber ich komme da nicht mehr mit. 

 

Mein Kosumverhalten, vor allen Dingen was Kleidung angeht hat sich mit einer simplen Frage, die mir ein sehr weiser Mensch gestellt hat komplett geändert: "BRAUCHE ich das wirklich?" Ich will mich nicht komplett von der Masse abspalten. Natürlich bummel ich mal durch die Stadt und sehe etwas, das mir gefällt (Hallo, ich bin eine Frau!). Da ich nicht so die Schuhe Frau bin, sage ich jetzt einfach mal ein tolles Shirt. Dann schießt die Frage in den Kopf: "BRAUCHE ich das Shirt wirklich?" - Ganz schnell mit NEIN beantwortet, da ich schon 20 andere Shirts im Schrank habe. Dann weiterzugehen tut ein bisschen weh ich geb's zu aber Du schaffst das!

Anderes Beispiel: Ich habe 3 Jahre auf Fuerteventura gelebt und komme gegen Winterbeginn zurück nach Deutschland. Natürlich ohne Winterjacke. BRAUCHE ich eine neue Winterjacke? - JA! (Wenn ich nicht zu Tode frieren will). Ihr versteht meinen Punkt oder?! Und natürlich ist es ab und an auch mal schön sich mit einem schönen Kleidungsstück zu belohnen. Aber was wäre denn, wenn ihr das Geld, was ihr nicht für Sachen ausgebt, die ihr nicht braucht für eure Leidenschaft spart? Was ist DEINE Leidenschaft? Ein Trip nach Cuba? Ein eigenes Pferd? Einmal um die Welt reisen? JEDER hat einen Antrieb, du musst ihn nur finden. Es gibt den schönen Spruch: "Collect moments, not things!". 3 nichtgekaufte Shirts und 1 Pulli können für mich schon ein Flug nach Fuerteventura sein, dem Wellenparadies, wo ich surfen kann, wo meine zweite Familie lebt, wo ich Freiheit spüre und DAS liebe Leute sind echte Glücksmomente. DAS ist tausend Mal mehr Wert als jedes Shirt und jeder Pulli auf dieser Welt. Das ist natürlich nur ein Beispiel und ein Denkanstoß. 

 

Ich wünsche mir außerdem mehr Menschlichkeit!

Aber dazu mehr in meinem nächsten Beitrag.....

 

Also in diesem Sinne: KEEP THE OCEAN CLEAN! 

 

Aloha, Anna - Driftwoods Beanies


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